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Aufgrund des geplanten Schulhausneubaus in Kelheimwinzer und des damit verbundenen Abrisses des bestehenden Gerätehauses war ein Neubau des Gerätehauses angezeigt.
Nach mehrmonatiger Planungsphase, Schwierigkeiten mit der für die Zuschussgewährung zuständigen Stelle und nach der für den Neubau notwendigen Zustimmung des Stadtrates fand am 22.02.2002 mit Vertretern der Stadt Kelheim unter Leitung des 1. Bürgermeisters Heinz Reiche eine Besprechung hinsichtlich der Einzelheiten der Mitarbeit der FF Kelheimwinzer statt. Als voraussichtlicher Baubeginn wurde die KW 14/15 festgelegt.
Wegen des Wechsels im Bürgermeisteramt kam es nicht zu diesem Baubeginn. 1. Bürgermeister Fritz Mathes stellte alle Bauvorhaben auf den Prüfstand, darunter auch den Schulhausneubau in Kelheimwinzer und folglich auch den Gerätehausneubau.
Nachdem feststand, dass das Gerätehaus gebaut wird, fand am 08.08.2002 erneut eine Besprechung von Vorstandsmitgliedern der FF Kelheimwinzer mit Vertretern der Stadt Kelheim und dem jetzigen 1. BGM Mathes statt, in dem nun ein Bauzeitenplan mit Beginn der Arbeiten in der 38. KW und Beginn der Maurerarbeiten in der 40. KW festgelegt wurde.
Die Fundamente und Bodenplatte wurde vom städtischen Bauhof fristgerecht fertiggestellt, so dass in der 40. KW mit der Eigenleistung der FF Kelheimwinzer begonnen werden konnte.
Mit 9 Helfern unter der Leitung von Karl-Heinz Grill begannen am Freitag, 04.10.2002 um 0800 Uhr die Maurerarbeiten am neuen Gerätehaus. Wegen der schlechten Witterung mussten die Arbeiten um 1430 Uhr vorzeitig beendet werden.
Am nächsten Tag war der Wettergott gnädiger, es blieb trocken. So machte der Bau erhebliche Fortschritte und es wurden die am Vortag begonnenen Außenmauern bis zur Geschossdecke fertiggestellt.
Auch wochentags wurde – vor allen Dingen dank der sich zur Verfügung stellenden Rentner - am Gerätehaus gebaut.
So wurde am 08.10.2002 mit dem Mauern der Zwischenwände begonnen, und am 09.10. waren die Zwischenwände bis zur Geschossdecke und die Ziegelschalen über dem Garagentor fertig gemauert.
Am 10.10.2002 wurde der Sturz über dem Garagentor betoniert.
Parallel dazu wurde unter der Leitung von Josef Weinzierl sen. vom 08.10.-11.10. die Treppenschalung erstellt.
Weitere Helfer – wiederum unter Leitung von Karl-Heinz Grill – stellten nach deren Feierabend am 09.10. und 10.10.2002 die Stützen für die Filigrandecke auf.
Der rasche Baufortschritt führte dazu, dass bereits am 11.10.2002 (KW 41) die Filigrandecke geliefert und mit Unterstützung von Helfer der FF Kelheimwinzer verlegt werden konnte – zwei Kalenderwochen vor dem im Bauzeitplan vereinbarten Termin.
Zur Vorbereitung für das Mauern des Dachgeschosses und für die erforderlichen Dach- und Dachstuhlarbeiten stellten insgesamt 9 Feuerwehrmänner am Samstag, den 12.10.2002, das hierfür notwendige Gerüst unter der Leitung von Josef Weinzierl sen. auf.
Am Montag, 14.10.2002. war wieder der Bauhof am Zug. Der Elektriker und weitere Bauhofmitarbeiter verlegten die Leerrohre für die Elektroinstallation.
Wiederum von Mitarbeitern des Bauhofes wurde am 15.10. die Geschossdecke betoniert, gleichzeitig bereiteten zwei FF-Helfer die Armierung für den Ringanker vor.
Weitere 4 Helfer der älteren Generation haben unterdessen am 15. und. 16.10. im Bauhof die Untersichtbretter für den Dachstuhl gestrichen.
Der folgende Samstag wurde wieder für einen Großeinsatz genutzt und insgesamt 13 Helfer sorgten dafür, dass der Kniestock gemauert und der Ringanker betoniert wurde. Da der Beton selbst hergestellt wurde, war der zur Verfügung stehende Kranwagen für den „Höhentransport“ des benötigten Materials von großem Vorteil. Ein paar Gewitterschauer führten zu kurzen Arbeitsunterbrechungen, so wurde mit dem Mauern der beiden Giebel zwar noch begonnen, sie konnten aber nicht mehr fertiggestellt werden.
Die bereits in der Vorwoche tätige „Streicheinheit“ war am 22.10. und 23.10. wieder im Bauhof tätig. Diesmal wurden die Spanköpfe des Dachstuhls gestrichen. Weitere drei Helfer der Rentnergarde bereiteten am 23.10. das Gerüst für die am folgenden Samstag anstehenden Maurerarbeiten vor.
Am 26.10. wurden die Giebel soweit aufgemauert, dass der Dachstuhl aufgestellt werden konnte, ferner wurden noch die Zwischenwände des Obergeschosses angelegt und z.T. aufgemauert sowie die Stützen der Geschossdecke entfernt (ausgeschalt). Starke Winde und Regen behinderten auch an diesem Tag die Bauarbeiten.
Der Dachstuhl ist dann am 29.10. von Kräften des Bauhofes unter Mitwirkung zweier Feuerwehrhelfer aufgestellt worden. Der Vorsprung zum Bauzeitenplan ist mittlerweile auf nur noch eine Woche geschrumpft. Nach einem kleinen Sektempfang, dem Zimmerrichtspruch, kurzen Ansprachen von 1. BGM Matthes, Vorstand Stadler und Kommandant Wallner lud 1. BGM Matthes die am Bau beteiligten Helfer und einige Ehrengäste zur Hebfeier mit Brotzeit und Freibier ins Gasthaus Winzer ein. Im Rahmen der Hebfeier wurde „Kapo Steck“ mit einem Bob-der-Baumeister-T-Shirt geehrt.
Der Arbeitseinsatz am darauffolgenden Samstag hatte das Ausmauern der Giebel und des Dachstuhls zum Ziel. Erneut machte das schlechte Wetter einen Strich durch die Rechnung. So wurden die Zwischenwände im Erdgeschoss fertiggemauert und die Treppe ausgeschalt.
Kleinere Betonarbeiten wurden am 4.11. ausgeführt.
Bauhofmitarbeiter holten unter der Woche am 5.11. und 6.11. das am Samstag ins Wasser gefallene Ausmauern nach, so dass am 7. und 8.11. in Zusammenarbeit mit Bauhofarbeitern von acht Helfern der FF das Dach eingebrettert werden konnte.
Restarbeiten an den Dachgauben erledigten dann die Feuerwehrhelfer am 09.11. in Eigenregie. Daneben begann man mit dem Ausmauern der Zwischenwände im Obergeschoss.
Diese Zwischenwände und weitere begonnene Mauern wurden eine Woche später vollendet.
Wochentags darauf latteten Bauhofarbeiter das Dach ein, das Podest in der Fahrzeughalle schalten und betonierten Helfer der FF.
Am 22.11. wollte man Vorbereitungsarbeiten für das am darauffolgenden Tag geplante Eindecken des Daches erledigen, aber bereits nach kurzer Zeit mussten die Arbeiten wegen Dauerregens abgebrochen werden.
Tags darauf konnte dennoch – begleitet von strahlendem Sonnenschein - von insgesamt 13 Helfern das Dach eingedeckt werden, nachdem die Firma Schmatz vorher die Spenglerarbeiten erledigte.
Restarbeiten am Dach – wie z.B. die Dachziegel bei den Dachgauben einschneiden, Schneegitter anbringen usw. – und das Aufräumen der Baustelle wurden vom 28.11.-04.12. durchgeführt.
Insgesamt wurden vom 04.10.2002 bis 04.12.2002 von 44 freiwilligen Helfern an 29 Tagen 1001,5 Stunden am Feuerwehrhaus gearbeitet. Die Bandbreite der Stunden pro Helfer reichte dabei von über 100 bis 4 Stunden.
Als Dank für die im Jahr 2002 geleistete Arbeit veranstaltete die FF am 10.01.2003 ein Spanferkelfest, bei dem die Helfer und die am Bau beteiligten Mitarbeiter des Bauhofes sich an 2 Spanferkel (eines davon gestiftet von Rupert Schwindl) und an Freibier erfreuten. Für die Feierlichkeiten stellte die Gastwirtschaft Strobl dankenswerterweise ihre Räumlichkeiten zur Verfügung.
Während der Wintermonate wurde vom Bauhof der Installationsraum verputzt und Ende Februar begann der Elektriker mit seinen Installationsarbeiten.
Die Fenster wurden am 04. und 05.03.03 von der beauftragten Firma gesetzt.
Am 15.03.03 begann dann die FF wieder mit dem freiwilligen Arbeitseinsatz. Zwei Maurer mauerten Lücken, die zur Garage hin und wegen der Installation bestanden, zu und verputzen teilweise die Schlitze. Der Rest der Mannschaft begann mit den Isolierarbeiten am Dachstuhl. Hierbei kamen zum ersten Mal mit Johann Stadler und Herbert Schwindl die „Innenausbauverantwortlichen“ zum Zuge.
Auch der darauffolgende Samstag war hauptsächlich von Isolierarbeiten geprägt. Aber auch für die Deckenkonstruktionen wurden erste Arbeiten erledigt und von 2 Maurern kleinere Maurer- und Verputzarbeiten durchgeführt.
Neben den noch zu erledigenden Isolierarbeiten mussten bei den darauffolgenden Arbeitseinsätzen im März, April und auch noch im Mai noch Schlitze für die Sanitär- und Heizungsinstallation gestemmt werden. Im Mai wurde auch noch die zwischenzeitlich angebrachte Vorwandinstallation ausgemauert.
Den Bodenbelag im Dachboden verlegten 2 Freiwillige am 20.06.03.
Ende Juni wurde der Estrich Thema. An mehreren Tagen wurde die hierfür notwendige Isolierung ausgelegt und eingeschnitten, am 01.07. letzte Vorbereitungen für den Estrich getroffen.
Am 02.07. und 03.07. abends haben dann 12 bzw. 9 Mann unter der Leitung von Günter Petz den Zementestrich ausgebracht. Da diese Arbeiten nach Feierabend durchgeführt wurden, gab es zum Schluss Probleme mit den Licht. Denn da sich aufgrund zahlreicher größerer Steine im gelieferten Kies die Pumpleitung der Maschine immer wieder verstopfte, kam es zu zeitlichen Verzögerungen. Nicht unerwähnt bleiben soll, dass auch der Zement nicht reichte. Um 2145 Uhr fehlte genau ein Sack Zement, um das Werk zu vollenden. Nachdem man auf einer Baustelle eines Feuerwehrmitgliedes „wilderte“ und Scheinwerfer für die Beleuchtung aufstellte, konnten die Estricharbeiten bis 2215 Uhr doch noch vollendet werden.
Ein paar Tage ließ man den Estrich trocknen (lediglich eine Katze hielt sich nicht daran und „verewigte“ sich mit ihren Pfoten), ehe sich ab 05.07. die Innenausbauexperten wieder in mehreren Arbeitseinsätzen um die Deckenunterkonstruktionen und das Anbringen der Decken kümmerten. Die Untersicht haben mehrere Feuerwehrangehörige unterdessen am 26.07. nochmals gestrichen.
Ende Juli wurde dann das Rolltor eingebaut und der Vorplatz von der Firma Prem gepflastert.
Ebenfalls im Juli war Josef Engl mit dem Fertigen der Vordachkonstruktion beschäftigt, am 27.08. schraubte er es dann ans Gerätehaus.
Am 01. und 02.08.2003 bekam das Feuerwehrhaus von insgesamt 7 Helfern seinen Außenanstrich verpasst (das Gerüst wurde dabei auch gleich abgebaut), während von weiteren 8 Freiwilligen auch die Innenausbauarbeiten vorangetrieben wurden. Die Auswahl des Farbanstriches führte innerhalb der Vorstandschaft natürlich zu einigen Diskussionen, zum Schluss fand sich aber doch eine breite Mehrheit für die gewählte Farbe.
Die Innenausbauarbeiten – insbesondere Deckenverkleidungen und zugehörige Unterkonstruktionen – waren unter der Leitung von Johann Stadler noch den ganzen August Anlass für Arbeitseinsätze. Vor allen Dingen die Deckenkonstruktion für den Schulungs-/Aufenthaltsraum war mit erheblichem Aufwand verbunden, der Anblick des „fertigen Produkts“ hat aber die Mithelfer trotz der anfallenden Mehrarbeit zufriedengestellt. Desweiteren mussten noch Spachtel- und Schleifarbeiten (hierfür stellte sich Edwin Zahradnik zur Verfügung) ausgeführt werden.
Auch mit „Materialknappheit“ hatten die Schreiner zu kämpfen (für zwei Decken wurden zuwenig Bretter geliefert), letztendlich konnte aber am 29.08.2003 von Herbert Schwindl und Johann Stadler die letzte Deckenschraube angebracht werden.
Im Innenbereich tobte sich währenddessen der Fliesenlegemeister Thomas Maurer aus.
1.Kommandant Wallner höchstpersönlich strich am 14. und 21.08. den Tankraum und den Außensockel des Gerätehauses. Auch den im September angefallenen Innenanstrich des Kommandantenzimmers ließ er sich nicht nehmen.
Das „Bemalen“ der Innenwände wurde am 16.08. von 4 Helfern begonnen, die Decken im Erdgeschoss wurden ebenfalls an diesem Tag von der Firma Schiller & Brehler gespritzt und am darauffolgenden Montag gestrichen. Malerarbeiten waren ab diesem Zeitpunkt bis kurz vor der Einweihung noch Thema mehrerer Arbeitseinsätze, denn - von den Erdgeschossdecken abgesehen - haben freiwillige Helfer der FF sämtliche Malerarbeiten ausgeführt.
Mit der künstlerischen Gestaltung der Außenfassade wurde bereits auf der Generalversammlung Oskar Zink beauftragt. Auf der Südseite neben dem Hallentor sollte er bis zur Einweihung einen heiligen Florian anbringen. Die Umrandung für den Putz zeichnete Oskar Zink noch an, gesundheitliche Probleme des Künstlers verhinderten aber die Fertigstellung bis zum Einweihungstermin. So wurde nun seitens der Vorstandschaft der Florianstag 2004 für die feierliche „Enthüllung“ des Schutzpatronbildes ins Auge gefasst.
Die Zimmertüren wurden von der Firma Bauer am 30.08.03 gesetzt, nachdem Uli Bauer ein paar Tage zuvor auch die Haustür geliefert und eingebaut hatte. Auch der Stadtgärtner war aktiv und begann Anfang September mit den Arbeiten an den Außenanlagen.
Rudi Mayer wurde auch wieder desöfteren im Feuerwehrhaus gesehen. Er begann im September mit der Installation der Lüftung, der Sanitäranlagen sowie der Stiefelheizung.
Weil am 18.09.2003 die Küche und Inneneinrichtung geliefert wurde, waren neben den noch zu erledigenden Malerarbeiten auch die Schreiner ab 19.09. für mehrere Arbeitseinsätze zum Aufstellen der Küche und sonstigen Möbel gefordert.
Josef Engl fertigte unterdessen die Innengeländer des Feuerwehrhauses und brachte sie am 20.09. und 23.09. an.
Der Handlauf im Treppenhaus wurde ebenfalls von ihm gefertigt und angebracht.
Auch der Bauhofelektriker kam erneut zum Einsatz. Er schloss seine Arbeiten in der Woche vor der offiziellen Einweihung ab, während weitere Stadtangestellte die Baureinigung erledigten.
Die Stadtgärtner vollendeten ihr Werk ebenfalls in dieser Woche, während Herta Wagner in dieser Zeit die Vorhänge für das neue Heim nähte.
Am 26.09.03 stand das Einräumen der neuen Feuerwehrspinde auf der Tagesordnung. Nun hieß es langsam, aber sicher, Abschied zu nehmen vom alten Feuerwehrhaus. Denn die Feuerwehraktiven verlagerten Einsatzuniformen, aber auch sonstiges Einsatzgerät vom alten ins neue Gerätehaus, so dass von diesem Zeitpunkt an das alte Gebäude seine eigentliche Funktion verlor.
Allerletzte Arbeiten, wie das Anbringen der Scheibengardinen, das Ausschmücken der Räume, letzte Maler- und Schreinerarbeiten sowie die Vorbereitungen für das Einweihungsfest wurden am 26. und 27.09. abgeschlossen.
Das neue Gerätehaus war nun in der Lage, am Sonntag, den 28.09.2003, seiner offiziellen Bestimmung übergeben zu werden.
Abschließend soll nicht unerwähnt bleiben, dass auch die Mitglieder des Krieger-, Kameraden- und Reservistenvereines Kelheimwinzer/Herrnsaal einen erheblichen Teil der freiwilligen Arbeitsstunden geleistet haben und dadurch zum Gelingen beitrugen.
Die gute Zusammenarbeit mit dem Bauhof der Stadt und Hr. Tschage vom Stadtbauamt (er stand immer zur Verfügung, wenn wir ihn brauchten) bleibt ebenfalls positiv in Erinnerung.
Zum Dank für die fast 2.200 geleisteten Stunden wurden von der Feuerwehr am 08.11.2003 alle freiwilligen Helfer zu einem Rehessen in den nun zur Verfügung stehenden Aufenthaltsraum eingeladen. Josef Weinzierl sen. wurde in diesem Rahmen als Helfer mit den meisten geleisteten Arbeitsstunden gebührend gewürdigt.
Da uns der heilige Florian auch während der Bauzeit schützend zur Seite stand (es gab keinerlei Unfälle bzw. größere Verletzungen), war es nun das Hauptanliegen, ein Bild des Feuerwehrschutzpatrons am neuen Gerätehaus anzubringen.
Dies geschah zwar erst im Laufe des Jahres 2004, aber auch hier kann sich jeder Betrachter davon überzeugen, dass sich das Warten gelohnt hat. Letztendlich gab Pfarrer Rösl zum Florianstag 2004 dem Bild seinen kirchlichen Segen und schloss damit das Kapitel des Feuerwehrhausbaues.